12 - Knappe

12 - Knappe

Noch nicht ganz als Ritter zu bezeichnen sind diese beiden Konrad dem Großen voranschreitenden Jünglinge. Der kostbaren Kleidung nach offenbar aus adligem Hause stammend, genießen die beiden vielleicht ihre ritterliche Erziehung am Hofe Konrads. Wie im Mittelalter üblich erlernten diese Edelknappen hier alles Wichtige für ihr späteres Ritterleben. Neben dem Erlernen des ritterlichen Waffenhandwerks gehörten die Einweisung in höfische Umgangsformen und nicht zuletzt die Erziehung nach den ritterlichen Werten Treue, Maß und Ehre zum Ausbildungsprogramm. Erst mit dem Ritterschlag wurde der Edelknappe in die ritterliche Gemeinschaft aufgenommen. In Abgrenzung zu diesen adligen Edelknappen bestand in den mittelalterlichen Heeren eine weitaus größere Zahl an Knappen niederer Herkunft, die besonders als Hilfsmannschaften eingesetzt wurden. Jeder gepanzerte Ritter verfügte über drei bis vier Hilfskräfte, die für die Verpflegung der Pferde, den Transport des Gepäcks und als Hilfe beim Anlegen der schweren Rüstung zuständig waren. Im Notfall hielten die Knappen ihren Herren den Rücken frei.