14 - Konrad der Große

14 - Konrad der Große

Konrad der Große oder der Fromme, Graf von Wettin, Markgraf von Meißen und der Lausitz wurde um 1098 als Sohn des Grafen Thimo von Wettin und dessen Gattin Ida von Northeim geboren.

Konrad der Große ist geprägt von einem unerschütterlichen Selbstwertgefühl, hohem Machtbewusstsein und tiefer Gläubigkeit. Seine Frau Luitgard gebar ihm 12 Kinder – 6 Jungen und 6 Mädchen. Sie verstarb 1145, während sich Konrad noch auf einer Palästina- Reise befand.
Während seiner Regentschaft gelang es ihm, sein einstiges kleines Herrschaftsgebiet an der Saale mit Hilfe verwandtschaftlicher Beziehungen, Erbschaften, Überlassungen und Schenkungen so zu vergrößern, dass es letztlich von der Saale bis zur Oder reichte. So fiel ihm 1123 die Mark Meißen zu und in folgenden Jahren auch die Groitzscher Besitzungen im Raum der Saale, der Weißen Elster und der Zwickauer Mulde. 1143 schenkte ihm der Kaiser die Burg und Landschaft Rochlitz sowie das Reichskloster Chemnitz.
Als gläubiger Christ gründete er bereits 1124 nahe seiner Stammburg Wettin auf dem Petersberg bei Halle ein Augustiner-Chorherrenstift. Damit sicherte er sich in der Klosterkirche eine Grablege für sich und sein ganzes Geschlecht.
1156 gab er als Markgraf von Meißen dort vor der Geistlichkeit und seinen adligen Gefolgsleuten in einem symbolischen Akt an Gott Schild und Schwert als Zeichen seiner Herrschaft zurück. Damit entsagte er der Welt, zog das geistliche Gewand an und lebte bis zu seinem Tod am 5. Februar 1157 als Laienbruder in seinem Hauskloster auf dem Petersberg.
In der Klosterkirche, die vier Generationen der Wettiner als Grabstätte diente, fand er neben seiner Gemahlin Luitgard die letzte Ruhestätte.