16 - Albrecht der Stolze

16 - Albrecht der Stolze

Albrecht I. (* 1158; † 24. Juni 1195 in Krummenhennersdorf; genannt der Stolze) stammte aus dem Hause Wettin und war von 1190 bis 1195 Markgraf von Meißen.

Sein Beiname „der Stolze“ stammt aus Chroniken der Klöster. In diesen Schriften beurteilten ihn die Schreiber nach seiner unzugänglichen Art vor allem gegenüber der Geistlichkeit und bezeichneten ihn als aufbrausend, unbeherrscht, unnahbar – einfach als stolz.
Nach dem Tode seines Vater Otto des Reichen im Jahre 1190 übernahm er als ältester Sohn die Markgrafschaft Meißen als Hauptanteil seines Erbes. Damit war er jedoch nicht befriedigt und bedrängte seinen Bruder Dietrich wegen Übernahme dessen Güter. Dieser antwortete mit Waffengewalt und schlug zurück. Albrecht gelang es nur mit Mühe und Anstrengung, dieser Gewalt zu entfliehen und sich letzt- endlich auf den Stammsitz der Wettiner – den Petersberg – zu retten.
Sein habsüchtiges Verhalten erweckte den Unwillen Kaiser Heinrichs VI. und Albrecht zog nach Italien, um sich mit ihm auszusöhnen. Als ihn auf diesem Weg der Mut verließ, kehrte er blitzartig zurück, mit der Absicht aufzurüsten, um mit Waffengewalt gegen den Kaiser vorzugehen. In größter Eile unternahm er die Reise und wollte so rasch es möglich war nach Meißen gelangen.
Doch dazu kam es nicht mehr. Unterwegs zwischen Dresden und Meißen verabreichte ihm in Freiberg ein Verräter Gift. Sein Ziel, Meißen lebend zu erreichen, schaffte er nicht mehr. Das in Freiberg verabreichte Gift – wahrscheinlich Arsen – verfehlte seine Wirkung nicht und führte zum qualvollen Tod Albrecht des Stolzen am 25. Juni 1195 in Krummenhennersdorf. Seine Gemahlin Sophie ereilte 30 Tage nach Albrechts Tod das gleiche Schicksal.