18 - Schwertträger (Gerichtsbarkeit)

18 - Schwertträger (Gerichtsbarkeit)

Mit beiden Händen trägt dieser Gefolgsmann mit dem schwarzen meißnischen Löwen auf stolzer Brust sein Schwert voraus. Diese Figur des Schwertträgers steht als allgemeines Machtsymbol der Wettiner, spezieller aber für die Ausübung der Gerichtsbarkeit. Zusammen mit der Mark Meißen wurden die Wettiner auch mit der Hohen Gerichtsbarkeit, dem so genannten Blutgericht belehnt. Des weiteren erhielten sie das Recht auf Straßen und Flüssen Durchfahrt- und Schutzzölle zu erheben, die Einkünfte aus Fischerei in Flüssen und Seen zu nutzen, Münzen prägen zu lassen, Marktrechte zu vergeben, Schutzsteuern für jüdische Gemeinden zu erheben. Im Erzgebirge ermöglichte das Bergregal die uneingeschränkte Nutzung der Erlöse aus dem Erzbergbau, welche den Grundstein für den späteren Reichtum des Landes legten. All diese Rechte bildeten die Basis für die eigenständige Machtausübung in den wettinischen Einflussgebieten.