21 - Heinrich der Erlauchte

21 - Heinrich der Erlauchte

Heinrich gilt als ein hochbegabter Mann mit diplomatischem Geschick, der lieber verhandelte, als zum Schwert griff. Er trat für Gerechtigkeit ein, ließ Milde walten und zeigte sich klug und weise. In seiner 58-jährigen Regierungszeit achtete er darauf, den größer gewordenen wettinischen Besitz sowie die Familie zusammenzuhalten.
Das bedeutete ihm sehr viel, verlor er doch bereits als Dreijähriger den Vater und wurde bis zur Mündigkeit mit 12 Jahren vom Vormund Ludwig IV. von Thüringen betreut. Danach trat er das rechtmäßige Erbe seines Vaters an, übernahm die Herrschaft, setzte sich durch und wurde trotz seiner Jugend überall anerkannt.
1234 schloß er mit Constanze, der Tochter des österreichischen Herzogs Leopold, die Ehe. Sie gebar ihm zwei Söhne – Albrecht und Dietrich – und starb 1243 nach neunjähriger Ehe. Noch zweimal vermählte sich Heinrich und hielt sich in den letzten zwei Jahrzehnten seines Lebens und damit seiner - für damalige Zeiten - langen Regierungszeit meist in meißnischen Gebieten auf - besonders in Tharandt und Dresden.
Die Stadt profitierte davon, räumte er doch den Bürgern maßgebliche Rechte ein. Gleichzeitig profilierte er mit weiterem Ausbau seiner Hofhaltung die Regierung, richtete neue Ämter ein und förderte die Kultur. Gern veranstaltete er prunkvoll ausgestattete Turniere, erfreute sich an der Falkenjagd, pflegte den Minnegesang und betätigte sich als Komponist geistlicher Gesänge.
Als kluger und vorsichtiger Politiker verfügte er über genügend Sinn für Realität, ließ sich nicht in abenteuerliche Unternehmungen ein und besaß Achtung und Autorität in der Reichspolitik. Als herausragender geachteter, untadliger Herrscher seiner Zeit und der sächsischen Landesgeschichte wurde er mit dem lateinischen Beinamen „illustris“- der Erlauchte - bedacht.