22 - Hildebrand I. von Einsiedel Kursächsischer Obermarschall geb. um 1400     gest.: 1461

22 - Hildebrand I. von Einsiedel Kursächsischer Obermarschall geb. um 1400 gest.: 1461

Vermutlich im Gefolge König Rudolfs von Habsburg kam die Adelsfamilie von Einsiedel am Ende des 13. Jahrhunderts nach Sachsen. Nach der für den Kaiser katastrophalen Niederlage bei Lucka 1307 trat die Familie in wettinische Dienste. Seit 1409 sind die von Einsiedel als Besitzer der nahe gelegenen Burg Gnandstein fassbar. Dichter werden die Informationen erst mit Hildebrand I. von Einsiedel, der unter Friedrich dem Sanftmütigen als Rat und Obermarschall die Finanzen, Steuern und das Münz- und Bergwerkwesen unter seiner Verantwortung hatte. Mit diesen ämtern stieg Hildebrand zu einem der einflussreichsten Männer in der Mark Meißen auf. Während der Hussitenkriege, insbesondere der für Sachsen siegreichen Schlacht bei Brüx 1438, tat sich Hildebrand beherzt hervor, so dass er von Kurfürst Friedrich den Ritterschlag erhielt. Auch während des sächsischen Bruderkrieges zwischen 1446 und 1451 hielt Hildebrand und seine Familie dem Kurfürsten die Treue, was Friedrich der Sanftmütige mit der Belehnung von Schloss und Stadt Schwarzenberg und schließlich dem Gut Oelsnitz belohnte.