24 - Friedrich der Gebissene

24 - Friedrich der Gebissene

Friedrich der Gebissene (* 1257, †16.11.1223 in Eisenach auf der Wartburg) war von 1307 bis 1323 Markgraf von Meißen.

Als Sohn Albrechts des Entarteten und Enkel des Stauferkaisers Friedrich II. durchlebt Friedrich eine spannungsvolle Kindheit. Mit 12 Jahren wird er ersucht, das kaiserliche Erbe seines Großvaters anzutreten; diese Hoffnung zerschlägt sich jedoch bald. Ein Jahr später flieht seine Mutter von der Wartburg. Beim Abschied soll sie ihren Sohn in die Wange gebissen haben, damit er sich immer an diesen Augenblick erinnern möge – daher der Zusatz „der Gebissene. Den zweiten Beinamen „der Freidige“ (frisch, mutig, kühn) verdient er sich mit seinem unermüdlichen, mutigen Einsatz für die wettinischen Lande.

Nach dem Tod Heinrichs des Erlauchten greift Friedrich in die Erbfolgestreitigkeiten ein und nimmt die Mark Meißen in Besitz, die jedoch als erledigtes Reichslehen eingezogen wird. Mit Diplomatie und Waffengewalt erkämpft Friedrich sich das Land schließlich zurück. Er gibt sich jedoch nicht zufrieden und legt sich unter anderem mit den Brandenburgischen Landen an, was ihn große Teile seines Gebietes kostet. Hochbetagt erkrankt Friedrich schwer, die Amtsgeschäfte führt jetzt seine kluge Gemahlin.

Widrige familiäre und politische Umstände prägen das Leben Friedrichs des Freidigen, doch mit Zähigkeit, einem unbeugsamen Willen und eiserner Selbstdisziplin gelingt es ihm in dieser schweren Zeit, die Macht der Wettiner wieder erstarken zu lassen.

Kostümpate: Bonnfinanz, Geschäftsstelle Dresden