25 - Friedrich der Ernsthafte

25 - Friedrich der Ernsthafte

Friedrich der Ernsthafte (* 30.11(?).1310 in Gotha †18.11.1349 in Eisenach auf der Wartburg) war von 1323 bis 1349 Markgraf von Meißen.

Die Amtsgeschäfte des 13-jährigen führt zunächst dessen Mutter mit dem Vormund Graf Heinrich XVI. von Schwarzberg, später der eigennützige Heinrich II. Reuß von Plauen. Nachdem Friedrich selbst das Zepter übernimmt, klagt er diesen wegen Veruntreuung beim Kaiser an, was langwierige Feindseligkeiten zur Folge hat.

Sein Leben ist geprägt vom Kampf um den Erhalt und die Erweiterung seiner Ländereien. Die Ehe mit der Tochter des Bayernkönigs Ludwig bringt den Wettinern erneut das Pleißenland sowie die Grafschaft Altenburg ein. In Thüringen muss sich Friedrich über viele Jahre mit Grafen und Herren auseinander setzen, die in einem starken Markgrafen eine Gefahr sehen. Mit dem englischen König Eduard III. zieht Friedrich gegen Frankreich, es kommt jedoch nicht zum Kampf. Mit dem Ritterschlag und reich beschenkt kehrt er zurück.

Auch auf ganz anderem Gebiet macht sich Friedrich einen Namen: Mit großer Ernsthaftigkeit, die ihm seinen Beinamen einträgt, bringt er das noch schwach entwickelte wettinische Kanzleiweisen voran und setzt es zielstrebig zur Festigung seiner Rechte ein. Nüchtern seine Möglichkeiten abschätzend, schlägt er den ihm angebotenen Königsthron aus.

Wie sehr auch ein so kluger Mann im Glauben seiner Zeit gefangen ist, zeigt sich in der Befürwortung der Tötung von Juden, denen man den Ausbruch der Pest in Deutschland anlastet.