26 - Friedrich der Strenge

26 - Friedrich der Strenge

Friedrich der Strenge (* 14.10.1332 in Dresden †25.05.1381) war von 1349 bis 1381 Markgraf von Meißen.

Um die Teilung des Landes zu verhindern, verpflichtet Friedrich der Ernsthafte seine Söhne zu einer 10-jährigen gemeinsamen Regierung. Als Ältester übernimmt zunächst Friedrich der Strenge die Amtsgeschäfte. Mit Volljährigkeit des jüngsten Bruders erklären alle vier, ihre Länder niemals teilen zu wollen und Streitigkeiten stets friedlich beizulegen. Daraus resultiert eine über 30-jährigen gemeinschaftlichen Regierungszeit unter Führung des Ältesten.

Friedrich gilt als gütiger, milder und wohlgesinnter Mann, der jedoch gegen Feinde und Landräuber Strenge übt – daher sein Beiname.

In Folge seiner Verheiratung dehnt sich die Herrschaft der Wettiner bis in den fränkischen Raum aus. Friedrich gelingt es, gemeinsam mit Kaiser Karl IV. die Macht der Vögte im Vogtland zu zerschlagen und das Reich um Sangerhausen und Leisnig zu erweitern. Eine vereinbarte Erbverbrüderung mit Hessen wird mit der Geburt eines hessischen Nachkommen hinfällig.

Die bereits unter seinem Vater entwickelte wettinische Kanzlei wird von Friedrich weiter vorangebracht, nicht zuletzt, um Territorium und Einnahmen gerecht unter den Brüdern aufteilen zu können. Es entsteht ein Lehnbuch und später ein Verzeichnis der Einkünfte im wettinischen Herrschaftsgebiet. Zunehmend wird amtliches Schriftgut zum Machtmittel, das mitunter mehr erreichen kann als das Schwert.