33 - Albrecht der Beherzte

33 - Albrecht der Beherzte

Albrecht der Beherzte (*31.07.1443 in Grimma † 12.09.1500 in Emden) war von 1464 bis 1500 Herzog von Sachsen

Albrecht und Ernst – die beiden einst von Kunz von Kaufungen geraubten Prinzen – regierten mit Sitz im Dresdner Schloss lange Jahre gemeinsam das Land. Trotz Albrechts eindringlicher Mahnung forderte Ernst 1485 die Teilung des Landes. Albrecht wählte für sich den meißnischen Teil als Stammsitz der Wettiner, die sich seitdem in eine ernestinische und eine albertinische Linie teilten.
Albrecht richtete in der Residenz des Dresdner Schlosses gemeinsam mit seiner Gemahlin Sidonie von Böhmen die Hofhaltung ein. Doch vielmehr noch verstand er sich als ein Diener des Kaisers und des Reiches, für deren Wohlfahrt er sich freiwillig und bedingungslos verwendete.
Immer öfter zog er für die Habsburger ins Feld, erfüllte die Aufträge des Kaisers Friedrich und später seines Sohnes Maximilian. Für ihn kämpfte er mit Waffen und Diplomatie in den Niederlanden - dem Herrschaftsgebiet der Habsburger - und befriedete das Land. Als Dank und Unterpfand für angehäufte Schulden der Habsburger ernannte ihn Maximilian 1498 zum erblichen Gubernator Frieslands. 1499 setzte Albrecht seinen Sohn Heinrich dort als seinen Stellvertreter ein, musste ihm jedoch bald in neuen Kämpfen beistehen.
Diese überforderten Albrechts Gesundheit derart, dass er am 12.9. 1500 in Emden die Welt für immer verließ. Sein Herz blieb dort, während der Leichnam in der Fürstenkapelle des Meißner Doms beigesetzt wurde. Er betrachtete es stets als Ehre und Pflicht, für die Interessen des Reiches zu wirken, bescherte jedoch auch als Herzog von Sachsen seinem Land der gesellschaftlichen Entwicklung geschuldete Neuerungen.