34 - Heinrich von Hausen Landgräflich Thüringischer Obermarschall

34 - Heinrich von Hausen Landgräflich Thüringischer Obermarschall

Die drei Rebmesser am Barett des Jünglings in reich geschlitztem Wams stehen für das Adelsgeschlecht derer "von Hausen". Die Mitglieder dieser Thüringer Adelsfamilie dienten den Wettinern über Generationen als treue Gefolgsleute in wichtigen Ämtern. Der Ritter Heinrich von Hausen erscheint 1437 als Obermarschall des Landgrafen Friedrich von Thüringen. Mit dem Tod des, einer Nebenlinie der Wettiner angehörenden, Landgrafen brachen für Heinrich nun unruhige Zeiten an. Aufgrund der erblichen Übernahme der Landgrafschaft durch die Hauptlinie der Wettiner geriet er in die Streitigkeiten Kurfürst Friedrichs des Sanftmütigen mit seinem jüngeren Bruder Wilhelm. Die Altenburger Teilung mit dem  Zuspruch der Landgrafschaft Thüringen an Wilhelm sollte zu keiner Versöhnung führen.  Wilhelm hatte auf die Markgrafschaft Meißen spekuliert und verweigerte die Teilung. Als Parteigänger Wilhelms beteiligte sich Heinrich von Hausen nun am Sächsischen Bruderkrieg, der zwischen 1446 und 1451 weite Landstriche verwüstete und ohne Änderung der Ausgangslage zu Ende ging.