36 - Dietrich von Schönberg Herzoglich-Sächsischer Rat, Kurfürstlich-Sächsischer Geheimrat

36 - Dietrich von Schönberg Herzoglich-Sächsischer Rat, Kurfürstlich-Sächsischer Geheimrat

Eine Pilgerreise ins heilige Land war damals wie noch heute für den gläubigen Christen ein außergewöhnliches Erlebnis und ließ sich mit Ausnahme von bettelnden "Berufspilgersleuten" nur von begüterten Schichten der Bevölkerung realisieren. Im Jahre 1461 machte sich der junge Herzog Wilhelm von Sachsen, der jüngere Bruder des Kurfürsten Friedrich dem Sanftmütigen, auf diese beschwerliche Reise voller Gefahren. In seinem Gefolge befand sich der Edelknappe Dietrich aus dem Hause von Schönberg auf Sachsenburg. Als Höhepunkt der Pilgerfahrt taten die Adeligen Abbitte in der Grabeskirche zu Jerusalem, erhielten Sündenerlass und ließen sich nach altem Brauch zu Rittern des Heiligen Grabes schlagen. Wieder heimgekehrt sollten die Erfahrungen der gemeinsamen Pilgerfahrt die Gefährten auch über die Dauer des verheerenden sächsischen Bruderkrieges zusammen halten und auch darüber hinaus Bestand haben. Dietrich von Schönberg steigt zum fürstlichen Rat auf und sollte seine Position auch unter den folgenden zwei Generationen bis zu Kurfürst Friedrich dem Weisen behalten.