40 - Georg der Bärtige

40 - Georg der Bärtige

Georg der Bärtige (* 27.08.1471 in Meißen †17.04.1539 in Dresden) war von 1500 bis 1539 Herzog von Sachsen

Georg der Bärtige, Herzog von Sachsen, regierte von 1500 bis 1539. Herzog Georg wurde als Sohn Albrechts des Beherzten geboren, als dieser den Bau der nach ihm benannten Albrechtsburg zu Meißen anordnete. Da sich sein Vater oft außerhalb des Landes aufhielt, übertrug er seinem erst 17-jährigen Sohn Georg bereits die Amtsgeschäfte, die dieser dann nach dem Tod des Vaters im Herzogtum Sachsen ab 1500 weiterführte.
Er bescherte seinem Land eine lange, friedvolle Zeit. Mitunter entstanden Kontroversen zwischen den beiden Linien der Albertiner und Ernestiner, besonders durch gegensätzliche Haltung beider Seiten zur Reformation.
Herzog Georg, zeigte als Albertiner eine ablehnende Haltung gegenüber den aufrüherischen Gedanken Luthers, die nach der 1519 geführten Disputation zwischen Luther und Eck in offene Ablehnung und Verfolgung aller von Luther geäußerten Gedanken gipfelte. Er versuchte mit drastischen Mitteln, die immer weiter um sich greifende Reformation als lutherische Ketzerei einzudämmen.
Trotz seiner Fehleinschätzung der gesellschaftlichen Entwicklung galt er als ein zielstrebiger, verantwortungsbewusster, friedliebender Herrscher, der in seinem Land Gerechtigkeit walten ließ, für Ordnung sorgte und der Wirtschaft zu Blüte verhalf. Er führte in tiefer Frömmigkeit mit seiner Gemahlin Barbara, einer polnischen Königstochter, die ihm zehn Kinder gebar, ein sittliches Leben. Da er ihren Tod nicht verwinden konnte, ließ er sich als Zeichen seiner Trauer einen Bart wachsen - deshalb sein Beiname der „Bärtige“. Am 17. April 1539 folgte er ihr in den Tod und fand in der Georgskapelle am Dom zu Meißen seine letzte Ruhestätte.