41 - Heinrich der Fromme

41 - Heinrich der Fromme

Heinrich der Fromme (*16.03.1473 in Dresden †18.08.1541 in Dresden) war von 1539 bis 1541 Herzog von Sachsen

Heinrich der Fromme war keine starke Persönlichkeit, ordnete sich willenlos seinem Bruder Georg unter und nach der Eheschließung 1512 mit Herzogin Katharina von Mecklenburg auch seiner Gemahlin.
Der 1505 mit Bruder Georg geschlossene Vertrag bestimmte die Ämter Freiberg und Wolkenstein zu Heinrichs Verwaltung und Nutznießung und Schloss Freiberg zu seiner Residenz. Dort führte er mit seiner Frau und sechs Kindern ein beschauliches Leben und ein stets gastfreundliches Haus. Obwohl keineswegs kriegerisch veranlagt, sammelte er trotz Geldmangels zu seiner eigenen Freude immer wieder Geschütze. Doch auch edlen Pferden galt seine Liebe.
Als im Wolkensteiner Gebiet größere Silbererzlager entdeckt wurden, erkannte der sonst träge Heinrich darin eine Möglichkeit, mit der Erzgewinnung die leeren Kassen füllen zu können. Er handelte und gründete die Stadt Marienberg, die einzige herausragende eigene Leistung seines Lebens. Ansonsten stand er unter dem Einfluss seiner Gemahlin, die mit Klugheit und List ihr Vorhaben, die Reformation im Freiberger Land einzuführen, 1537 durchsetzte.
Der plötzliche Tod des Bruders Georg veränderte Heinrichs bisheriges Leben. Da Georgs Söhne bereits verstorben waren, fiel dessen Nachfolge auf Heinrich. Im Alter von 66 Jahren residierte er fortan als Herzog von Sachsen im Dresdner Schloss und führte im Herzogtum Sachsen die Reformation ein. Doch schon bald fühlte er sich für die Regierungsgeschäfte zu müde. Am 5.8.1541 übergab er sie seinem Sohn Moritz und starb nur wenige Tage danach am 18. August 1541 in Dresden. Im Freiberger Dom ‚St. Marien’ fand Heinrich der Fromme - ein gutmütiger, aber unbedeutender Fürst - die letzte Ruhestätte.