46 - August von Sachsen

46 - August von Sachsen

August von Sachsen (*31.07.1526 in Freiberg †11.02.1586 in Dresden) war von 1553 bis 1586 Kurfürst von Sachsen

Der plötzliche Tod seines Bruders Kurfürst Moritz führte August 1553 als Regent an die Spitze des Kurfürstentums Sachsen, das er bis zu seinem Tod 1586 fast 33 Jahre regierte.
Im Gegensatz zu seinem Bruder zeigte er wenig Interesse an kriegerischen Auseinandersetzungen, mied Einmischung in fremde Herrscherangelegenheiten und bemühte sich um die Erhaltung des Friedens. Dabei galt sein besonderes Augenmerk sowohl der ständigen territorialen Erweiterung als auch dem weiteren Ausbau der Verwaltung und Stärkung der Regierung. Dafür erließ er verschiedenste Verordnungen wie die neue Kirchen-, Schul-, Berg-, Münz-, Forst- und Landesordnung, die die innerstaatlichen Angelegenheiten regelten und dem Land eine wirtschaftliche Blüte bescherten.
Zur Repräsentation seiner Macht ließ er Bauwerke wie die von 1568 bis 1573 erbaute Augustusburg errichten. Doch auch das Dresdner Zeughaus, das Albertinum und das Kanzleihaus sowie der Ausbau des Chores im Freiberger Dom zur Begräbnisstätte für die albertinischen Wettiner sind Kurfürst August zu verdanken.
Als ‚Vater August‘ führte er sein Land bedächtig, klug und ohne Risiken, offenbarte jedoch auch andere Wesenszüge. Das bewies er besonders in Religionsfragen gegenüber phillippistischen und calvinistischen Strömungen, ließ Verfechter in grausamster Weise foltern, vierteilen und in Kerkern zu Tode kommen und gewährte keine Gnade. Als gläubiger Christ und treuer Anhänger Luthers und der Reformation fand er sich im Einklang mit seiner Gemahlin Anna, mit der er 1548 den Bund der Ehe schloss, und die ihm 15 Kinder gebar. Ein Schlaganfall beendete am 11.2. 1586 in Dresden das Leben des Kurfürsten August. Im Freiberger Dom "St. Marien" fand er seine letzte Ruhestätte.