52 - Johann Georg II. von Sachsen

52 - Johann Georg II. von Sachsen

Johann Georg II. von Sachsen (*31.05.1613 in Dresden †22.08.1680 in Freiberg) war von 1656 bis 1680 Kurfürst von Sachsen

Kurfürst Johann Georg II., der älteste Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen liebte Prunk und herrschaftliche Repräsentation.
Ihn faszinierten die Künste mit Theater, Literatur, Musik und Architektur ebenso wie die ausgeprägte Genuss und Verschwendungssucht des Barock – einer Epoche, die seiner Mentalität entsprach. Diese Neigungen verstärkten sich noch nach dem Tod seines Vaters und der damit verbundenen Übernahme der Regierungsgeschäfte 1656.
In seiner Dresdner Residenz gestaltete er die Hofhaltung entsprechend des Vorbilds französischer Höfe, die die Finanzen des Landes weit überstieg. Die Untertanen stöhnten unter den Lasten, zumal die Wunden des 30-jährigen Krieges noch nicht verheilt waren. In seiner Begeisterung für Architektur entstanden barocke Bauten wie das 1678 errichtete Palais in dem von ihm angelegten Großen Garten, das Dresdner Schauspielhaus und ebenso Erweiterungen am Residenzschloss.
Gemäß des Testaments teilte er das Land nach dem Tod des Vaters 1656 als neuer Herrscher unter seine Brüder auf, so dass dadurch drei albertinische Nebenlinien der Wettiner entstanden, die später wieder ausstarben. Das Ansehen des Kurfürsten wurde mit seinem Beitritt zum Verein ‚Fruchtbringende Gesellschaft’ gestärkt, da sich in dieser Sozietät die geistige Elite des Adels und der Staatsbeamten sowie Gelehrte und Dichter für die Ausprägung der sprachlichen und literarischen Kultur auch über enge Landesgrenzen hinaus einsetzten. Aus Angst vor der Pest floh Johann Georg nach Freiberg und beendete dort am 22.8.1680 sein Leben. In der Grablege des Freiberger Doms ‚St Marien’ wurde er beigesetzt.