53 - Johann Georg III. von Sachsen

53 - Johann Georg III. von Sachsen

Johann Georg III. von Sachsen (*20.06.1647 in Dresden †12.09. 1691 in Tübingen) war von 1680 bis 1691 Kurfürst von Sachsen

Johann Georg III. genoss als einziger Sohn des Kurfürsten Johann Georg II. eine senem Naturell entsprechende gediegene Erziehung mit Sprachausbildung und Unterricht in der Kriegskunst.
Nach dem Tod des Vaters übernahm er dessen Aufgaben und führte ein strenges Regime. Prunkvolle Feste und überschwängliche Hofhaltung duldete er nicht, minderte derartige Ausgaben und füllte damit die Kriegskasse. Immer wieder zog es ihn in den Kampf. 1683 führte er sein Heer mit 11.000 Soldaten in den Kampf um die Befreiung der Stadt Wien von türkischer Belagerung. 1684 unterzeichnete er in Venedig einen Vertrag, der den Kampf sächsischer Regimenter unter venezianischer Flagge gegen die Türken besiegelte. Mit 14.000 Mann zog er 1688 an den Rhein gegen Frankreich und kehrte krank nach Dresden zurück. Trotz Warnung der Ärzte führte er 1691 nochmals ein 12.000-Mann-Heer gegen Frankreich und kehrte von diesem Kampf nicht zurück .
Am 12. September 1691 beendete er – erst 45-jährig – in Tübingen sein Leben und fand im Freiberger Dom ‚St. Marien’ die letzte Ruhestätte.
1666 hatte Johann Georg III. mit Prinzessin Anna Sophia von Dänemark den Bund der Ehe geschlossen. Sie gebar ihm zwei Söhne - Johann Georg IV. und 1670 Friedrich August I., der als August der Starke Geschichte schrieb. Unter der Herrschaft von Kurfürst Johann Georg III. entstand erstmals in Sachsen ein stehendes Heer und eine Militärbehörde. Besonders erwähnenswert sind seine Bemühungen um den Wiederaufbau Altdresdens nach verheerendem Brand, den er nach Plänen seines Architekten mit breiten, hellen Straßen und Plätzen unterstützte.