57 - Friedrich August II.

57 - Friedrich August II.

Friedrich August II. von Sachsen (*07.10.1696 in Dresden †05.10.1763 in Dresden) war von 1733 bis 1763 Kurfürst von Sachsen und von 1734 bis 1763 König von Polen (August III.)

Als einziger ehelicher Sohn Augusts des Starken übernahm er nach dessen Tod 1733 als Kurfürst die Regierungsgewalt in Sachsen. In seinem empfindsamen Wesen entsprach er nicht dem seines Vaters und überließ die Staatsgeschäfte immer stärker Heinrich von Brühl.
Mit Taktik, Geschick und List riß dieser die Macht an sich und waltete ab 1738 ein Vierteljahrhundert als unumschränkter Herrscher in sächsischen Landen. Er führte die Sachsen in zwei Schlesische Kriege sowie den Siebenjährigen Krieg und überließ die sächsische 14 000-Mann-Armee kampflos den Preußen. Im blinden Vertrauen gegenüber seinem Premier frönte der Kurfürst indessen seiner Jagd- und Sammelleidenschaft, ließ das Jagdschloß Hubertusburg bei Oschatz erweitern und legte mit seinen Gemälden den Grundstein für die weltberühmte Dresdner Gemäldegalerie.
Vorbereitet von seinem Vater für die polnische Königskrone konvertierte auch August II. zum katholischen Glauben und wurde am 17. Januar 1734 in Krakau als König August III. gekrönt. Während des 7-jährigen Krieges nutzte er gemeinsam mit Premierminister Brühl Polen als Fluchtstätte und kehrte erst nach dem Hubertusburger Frieden 1763 in sein von Hunger, Not und Elend geschütteltes Sachsen zurück. Kurz danach erlitt er einen Schlaganfall, der zum Tode führte.
Am 5. Oktober 1763 verstarb Kurfürst August II. in Dresden und fand in der katholischen Hofkirche seine letzte Ruhestätte. Nur zwei Wochen danach folgt ihm sein Premier Heinrich von Brühl in den Tod.