58 - Friedrich Wilhelm Freiherr von Kyaw </strong

58 - Friedrich Wilhelm Freiherr von Kyaw

Generalleutnant der Infanterie, Festungskommandant der Festung Königstein. Typisch für die Uniform des Leib-Grenadier-Regiments waren die hohen Messing beschlagenen Mützen, die ihre ehedem schon großen Träger noch imposanter erscheinen ließen. Das Wappen am Oberarm weist auf einen Vertreter der sächsischen Adelsfamilie von Kyaw hin. Wenngleich Friedrich Wilhelm Freiherr von Kyaw nie die Uniform der Leib-Grenadiere trug, unterstanden ihm selbige doch einige jähre als Oberbefehlshaber der Infanterie. In mehr als 60 Dienstjahren hatte sich der Haudegen vom einfachen Soldaten in brandenburgischen Diensten zu einem der höchsten Militärs des sächsischen Kurfürsten und polnischen Königs August des Starken hochgedient. Als 15-jähriger in den Militärdienst eingetreten, überlebte der draufgängerische Friedrich Wilhelm 10 Jahre Dienst als einfacher brandenburgischer Fußsoldat auf den blutigsten Schlachtfeldern Europas. Mit dem Eintritt als Leutnant begann seine militärische Laufbahn in sächsischen Diensten, in welcher er mit Zwischenstationen als Chef verschiedener Reiterregimenter bis zum General-Leutnant aufstieg. Er befand sich fast immer im Gefolge von August des Starken und nahm an mancher wackeren Kriegstat teil. 1715 wurde er Commandant der Festung Königstein, wo er vieles noch jetzt Bestehende schuf, eine ausgedehnte Gastfreundschaft übte und seine Besucher durch seine nie versiegende Laune und seine Späße unterhielt. Unvermählt starb er am 19. Januar 1733 auf dem Königsstein.