64 - Julius Traugott Jakob von Könneritz, Sächsischer Gardist</strong

64 - Julius Traugott Jakob von Könneritz, Sächsischer Gardist

War ein sächsischer Politiker und von 1843 bis 1848 Vorsitzender des sächsischen Gesamtministeriums und Justizminister. In der Uniform der Leibgrenadier-Garde ist ein Vertreter der Familie von Könneritz dargestellt. Julius Traugott von Könneritz beteiligte sich nach dem Studium der Rechte in Wittenberg am Befreiungsfeldzug gegen Napoleon. 1817 trat er in die königlich-sächsische Landesregierung ein. Bereits ein Jahr darauf wurde er zum Amtshauptmann im Leipziger Kreis berufen. Sein Lebensweg lässt ihn ab 1821 über Stellungen als Appellationsrat, Hof- und Justizrat zum Kanzler und schließlich 1831 zum Justizminister in die obere Riege sächsischer Politiker aufsteigen. In dieser Position realisierte er im Auftrag des Prinzen Friedrich August tief greifende Modernisierungen im Verwaltungsapparat, so die Schaffung eines Landesjustizkollegiums. Mit der Einführung des ersten konstitutionellen Landtages in Sachsen schuf er ein neues Strafgesetzbuch, das Staatsdienergesetz und das Gesetz über die Allodifikation der Lehen, welches das mittelalterliche Vasallentum der Stände ablöste. Als Nachfolger Bernhards von Lindenau übernahm Julius Traugott von Könneritz 1843 den Vorsitz des sächsischen Gesamtministeriums. Die revolutionären Ereignisse von 1848 bewirkten sein Ausscheiden aus dem Staatsdienst.