65 - Albrecht Adolph Levin von Metzsch- Major der Königlich Sächsischen leichten Infanterie  1772 - 1812

65 - Albrecht Adolph Levin von Metzsch- Major der Königlich Sächsischen leichten Infanterie 1772 - 1812

In die Katastrophe des Napoleonischen Rußlandfeldzuges führt uns das Schicksal eines Vertreters der vogtländischen Adelsfamilie von Metzsch.
Als Major der in die Grande Armee eingegliederten sächsischen Infanterie erlebte Albrecht von Metzsch den zermürbenden Krieg in den Weiten Russlands. Wie Tausende seiner Schicksalsgenossen sollte er seine Heimat nicht wieder sehen.
Bei der Verteidigung einer Brücke nahe der polnischen Ortschaft Kliniki starb Major von Metzsch von zwei Kugeln getroffen. Mit dem Ruf "Schützen vorwärts! Mir nach!" hatte er sich an der Spitze der 4. Kompanie den vorrückenden russischen Grenadieren entgegen geworfen.
Albrecht von Metzsch wurde 1772 im sächsischen Krummhennersdorf geboren.
Bereits als 14-jähriger trat er als Kadett in die Armee Kurfürst Friedrich Augusts I. ein.
1792 war er bereits Sousleutnant, 1803 Premierleutnant. Als Kapitän kommandierte er 1809 in der Schlacht bei Wagram ein Bataillon sächsischer Infanteristen gegen Österreich so erfolgreich, dass er neben einer Beförderung zum Major auch Ritter des Militär-St. Heinrichs-Ordens wurde.
Im Fürstenzug trägt er die 1849 in der sächsischen Armee eingeführte dunkelgrüne Uniform eines einfachen Schützen.