67 - König Albert

67 - König Albert

König Albert (*23.04.1828 in Dresden †19.06.1902 in Sibyllenort) war von 1873 bis 1902 König von Sachsen.

Noch heute tragen viele Dresdner Bauwerke wie das Albertinum, die Albertbrücke oder die Albertstadt den Namen des einstigen Herrschers.
Als der 45-jährige Albert 1873 die Regentschaft übernahm, war er umfassend gebildet und verfügte auf reiche militärische Erfahrungen. Fast 25 Jahre seines Lebens wirkte er vordergründig als Militär und erwarb sich Achtung und Anerkennung. Als General befehligte er im deutsch-französischen Krieg 1870/71 die sächsische Armee, wurde zum Feldmarschall ernannt und mit dem Großkreuz zum Eisernen Kreuz geehrt.
Damit endete im wesentlichen seine glanzvolle Militärzeit, und er widmete sich seinen politischen Aufgaben als sächsischer König. Wie im Militär, wurde er auch im Volk geachtet und fand zu seinen Untertanen den richtigen Ton. Offen und unkompliziert, mit Blick für die Realität löste er anstehende Probleme mit Geschick, aber auch der nötigen Diplomatie. Für Kunst, Kultur und Bildung zeigte König Albert Verständnis und Interesse und förderte u.a. das Theaterwesen und die humanistische Bildung mit erheblichen Geldmitteln. Unter seiner Herrschaft blühte das Königreich Sachsen auf.
Mit seiner Gemahlin Caroline führte er eine glückliche, jedoch kinderlose Ehe. 1867 gründete sie den Albert-Verein, der sich der Krankenpflege widmete und bewahrte sich ein großes, offenes Herz für die Kinder der ärmeren Schichten. Die letzten Lebensjahre verlebte König Albert größtenteils auf Schloß Sibyllenort bei Breslau, wo er am 19.6.1902 auch verstarb. In der Katholischen Hofkirche zu Dresden fand er seine letzte Ruhestätte.