68 - König Georg

68 - König Georg

König Georg (*08.08.1832 in Pillnitz †15.10.1904 in Pillnitz) war von 1902 bis 1904 König von Sachsen.

Georg stand als Zweitgeborener seines Vaters König Johann von Sachsen im Schatten des erstgeborenen Bruders Albert. So war eine freie Entfaltung seiner Persönlichkeit arg eingeschränkt, und er mied die Menschen in seiner Umgebung.
Dabei flüchtete er sich in eine Welt der Mystik und lebte zurückgezogen. Erst der von Vater Johann verordnete Militärdienst sollte seine Zurückgezogenheit brechen. Unter dem Kommando des Bruders Albert zog er ab 1866 in den deutsch-französischen Krieg und befehligte eine Division.
Außer dem Militärdienst erlangte Georg auch tiefere Einblicke in die Landesverwaltung, arbeitete sehr gewissenhaft und avancierte so zum Leiter der Finanzdeputation. Ansonsten fühlte er sich besonders der Musik und den schönen Künsten verbunden und wurde 1864 als Kurator der Akademie der Bildenden Künste in Dresden berufen.
1859 schloß er mit Maria Anna von Portugal die Ehe, die ihm acht Kinder schenkte und mit 40 Jahren 1884 verstarb. Fortan lebte Georg als Witwer und folgte erst mit 70 Jahren im Jahre 1902 seinem verstorbenen Bruder auf den Thron. Ihm war selbst bewusst, dass sein fortgeschrittenes Alter ihm in der Landespolitik kaum große Entfaltungsmöglichkeiten bot.