74 - Kreuzschüler

74 - Kreuzschüler

Schüler der Kreuzschule Dresden.

Das Evangelische Kreuzgymnasium (auch bekannt unter seinem lateinischen Namen schola crucis) ist die älteste noch bestehende Schule in Dresden und eine der ältesten in Deutschland. Erstmals im Jahr 1300 wurde ein Schulmeister (Cunradus rector puerorum) erwähnt. Sie war eine Pfarrschule, die ab Ende des 14. Jahrhunderts in die Hoheit der Stadt überging und 1413 die erste Schulordnung Dresdens erhielt. Ausgebildet wurden in ihr die Sänger der capella sanctae crucis (Kreuzkirche) dem heutigen Dresdner Kreuzchor.
Die Geschichte der Kreuzschule ist eng mit der der Kreuzkirche verknüpft. Ihr Vorläufer war die 1215 geweihte „St. Nikolaikirche“. In dieser Zeit des Hochmittelalters bekam Bildung einen neuen Stellenwert. Schulen wurden häufig an Stadtkirchen angeschlossen. Für die Unterweisung unter anderem in Theologie war ein Schulmeister verantwortlich, wie er für St. Nikolai seit 1300 belegt ist.

Die Kirche besaß außerdem eine Reliquie mit einem Splitter vom Kreuz Christi und wurde wegen der hohen Bedeutung der katholischen Kreuzverehrung im Jahre 1319 als ecclesia sanctae crucis (Kreuzkirche) erwähnt. Mit ihr erhielt auch die 1371 erstmals urkundlich erwähnte Schule ihren noch heute üblichen Namen. 1393 wurde das erste Schulgebäude an der Südseite der Kreuzkirche eröffnet