76 - Student der Technischen Hochschule Dresden

76 - Student der Technischen Hochschule Dresden

Student der Technischen Hochschule Dresden

Am 1. Mai 1828 wurde die Technische Bildungsanstalt zu Dresden gegründet, um für die zunehmende Industrialisierung Fachkräfte in technischen Bereichen wie Mechanik, Maschinenbau und Schiffskonstruktion ausbilden zu können.

Einer der wichtigsten Charaktere dieser Zeit war Andreas Schubert, der im Alter von 20 Jahren an der gerade gegründeten Schule lehrte und 1832 sowohl an der benachbarten Bauschule der Akademie der bildenden Künste als auch an der Technischen Bildungsanstalt zum Professor berufen wurde. Schubert kann dabei als Universalgenie der Ingenieurwissenschaften bezeichnet werden: Er konstruierte unter anderem Dampfschiffe, die Saxonia (eine der ersten Dampflokomotiven in Deutschland) und die Göltzschtalbrücke

Aus ihrer ersten Reform 1851 ging die Schule als Königlich Sächsische Polytechnische Schule hervor und wurde damit der Königlich-Sächsischen Bergakademie zu Freiberg (der heutigen Technischen Universität Bergakademie Freiberg) als höchste technische Bildungsstätte in Sachsen gleichgestellt.

Technische Hochschule
Im Gründungsjahr des Deutschen Reiches wurde die Bildungsanstalt 1871 in Königlich-Sächsisches Polytechnikum umbenannt. Auch nichttechnische Fächer wie Volkswirtschaftslehre, Rechtswissenschaft, Philosophie, Geschichte und Sprachen hielten zu der Zeit Einzug bzw. wurden vertieft. Damit wurde die Anstalt noch vor der Bergakademie in Freiberg in den nach heutigem Ermessen technisch-universitären Stand erhoben. Ihr neues Hauptgebäude, das Dresdner Polytechnikum an der Strehlener Straße, bezog sie 1875. Gleichziehend mit anderen technischen Hochschulen im deutschsprachigen Raum wurden 1883 erstmals Diplomarbeiten als Abschluss des Studiums verfasst und verteidigt. Den Status Technische Hochschule erhielt die Einrichtung mit Erlass vom 3. Februar 1890; sie hieß nun Königlich Sächsische Technische Hochschule.